4 Hunde warten im Auto. Nicht Perfekt, aber zuverläßig.

Wäre es nicht schön, wenn alles immer perfekt laufen würde? Läuft es aber nicht. Das ist das Leben. Und du hast es mit dir und deinem Hund mit Lebewesen zu tun, nicht mit Maschinen. Lebewesen sind nicht perfekt. Setze dir Perfektion deshalb nicht als Ziel. Siehe Fehler als Chancen, dich zu verbessern. Wenn du immer versuchst, perfekt zu sein, ärgerst du dich immer wieder darüber, wenn du deine Ziele nicht erreichst. Das ist auf Dauer frustrierend und kostet viel Energie. Deinem Hund ebenso.

Besinne dich darauf, was ihr beiden im Umgang wirklich benötigt. Was euch genügt. Nicht darauf, was euch andere von außen versuchen einzuimpfen. 

„Ich will ja alles richtig machen.“

“Ich will ja alles richtig machen”, ein vielfach gehörter Satz von Teilnehmern unserer Seminare. Versuche weniger alles richtigzumachen, sondern mache das, was richtig ist. Ich weiß, dass du dich orientierungslos fühlst, zwischen all den Methoden und Hilfsmitteln, die dir angepriesen werden. Zwischen all dem, was du in Internetforen liest und auf deinen Spaziergängen von anderen Hundehaltern hörst. Zum Teil so widersprüchliches, dass deine Gedanken rotieren, du dich verloren im Labyrinth der Hundeerziehung fühlst und du nicht mehr weißt, wo dein Weg ist. Besinne dich wieder auf das Kleine, das Einfache. Überlege, was du brauchst im Verhaltensrepertoire für deinen Traum vom Zusammenleben mit deinem Hund. Lasse alles andere weg. Es ist überflüssig. Und setze deine Lebenserfahrung ein, um ihm dieses Verhaltensrepertoire zu vermitteln. Das ist einfach, weil es nicht schwierig ist. Und es geht so einfach, weil dein Hund bereit ist, sich die Dinge von dir anzunehmen, weil er schließlich kein dummer Hund ist. 

Folgen der Perfektion

Der Wunsch nach Perfektion erhöht übrigens die Wahrscheinlichkeit auf psychische Erkrankungen. Interessanterweise findet man bei jungen Menschen viel häufiger den Drang nach Perfektion als bei älteren Menschen. Forscher meinen, dass es daran liegt, dass sie von ihren Eltern von klein auf dahin gedrillt wurden, perfekt zu sein. Sei es, um die Träume der Eltern zu leben, oder der starke Wunsch der Eltern, sie bestmöglich für das zukünftige Berufsleben vorzubereiten. Aber wie auch immer die Motivation ist: Perfektionismus ist immer eine Belastung. Für sich selbst, wie auch für das direkte Umfeld, wie auch für deinen Hund. 

So wie der Wunsch nach Perfektion wirken Ausreden als Beziehungskiller.

Ein Gedanke zu „Wie viel Perfektion benötigt der Hund?“

Und jetzt los, lass uns Wissen, was du denkst!

%d Bloggern gefällt das: